BadmintonGeschichte der Badminton-Abteilung
Seit Beginn der 50er Jahre erfreute sich der Vorläufer des Badmintons, das Federballspiel, schnell wachsender Beliebtheit in Deutschland. Also entschlossen sich im Oktober 1970 zwei Handballspieler des TuS Viersen, diese relativ neue Sportart in unseren Verein einzuführen.
Vier Familien bildeten bald die Basis für die neue Badminton-Abteilung und nach einem Trainingsjahr wurde am 3.1.1972 beim BLV-NRW (Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen) um Aufnahme gebeten. Dort wurden wir am 1.4.1972 das 215-te, ordentliche Mitglied.
Gerade gegründet erzielte die aus 32 Spielern (davon 13 Jugendliche) bestehende Abteilung bereits im selben Jahr lokale Erfolge:
Die beiden Seniorenmannschaften waren erfolgreich, die erste stieg sogar sofort aus der C- in die B-Klasse auf; die Schülermannschaft indes konnte keinen Punktgewinn vorweisen.
Bei der erstmaligen Teilnahme an den Stadtmeisterschaften belegten wir beim Damen-Einzel die ersten drei Plätze (Hannelore Strohschein vor Helga Smets und Anneliese Büttmann), außerdem wurden die Damen auch noch im Doppel Stadtmeister.
1973 waren wir Ausrichter der Stadtmeisterschaften und es traten nun neben den Siegen der Damen auch Erfolge bei Schülern und Senioren ein. Zu erwähnen ist, dass die Schülermannschaft, die im vorherigen Jahr keine Punkte erzielt hatte, nun Staffelsieger und damit Meister wurde. Die ausgezeichnete Arbeit unseres niederländischen Trainers Frits Gommans machte sich bemerkbar. Die Abteilung Badminton förderte zusätzlich den sportlichen Ehrgeiz: dem erfolgreichsten Spieler/-in jeder Mannschaft wurde ein Wanderpokal verliehen.
Die "Badminton-Gemeinde" im TuS wuchs fast analog zu den Erfolgen:
1974 bestritten nun schon 3 Senioren-, eine Jugend- und eine Schülermannschaft die Meisterschaftssaison, letztere wurde erneut Staffelsieger. Bei den Viersener Stadtmeisterschaften wurde wieder eine große Zahl der ersten Plätze belegt. Der Abteilung selbst gehörten nun schon über 100 Mitglieder an, seit den Anfangstagen hatte sich diese Zahl also mehr als verdreifacht!
Abschluss jedes Turnierjahres bildete damals immer ein "Badminton-Gartenfest" bei Familie Lohe.
Die Stadtmeisterschaften 1975 bildeten bis dahin, was Siege und Erfolge anging, den absoluten Höhepunkt. Rheinische Post und Westdeutsche Zeitung berichteten in Ihrem Lokalteil, der TuS Viersen hätte "ganz überlegen" 7 erste, 5 zweite und 6 dritte Plätze errungen. Unter anderem wurde Hannelore Strohschein nun schon zum dritten Male Stadtmeisterin im Damen-Einzel.
Zur Saison 1975/76 starteten wir bereits mit zwei Schülermannschaften. Dies zeigt, wie sehr dieser Sport bei jungen Leuten beliebt war (von den eben genannten über 100 Mitgliedern waren etwa die Hälfte Jugendliche).
Im selben Jahr löste Klaus Bohnen den bisherigen Trainer ab. Ab 1977 unterstützten Gerd Hoffmann und Klaus Strohschein ihn vor allem bei den Jugend- bzw. Schülermannschaften, später übernahm Gerd auch das Seniorentraining.
Spiel- und Trainingsorte waren zu diesem Zeitpunkt die Turnhalle an der Lindenstrasse, die allerdings durch ihre bescheidenen Ausmaße nur begrenzte Trainingsmöglichkeiten bot, und die Halle der Realschule, die als Austragungsort der Mannschaftsspiele taugte. 1978 bot sich dann eine viel bessere Trainingsmöglichkeit, nämlich in der neuen Halle des Gymnasiums an der Löh. Durch die großzügigen Platzverhältnisse von 12 Badmintonfeldern (statt 4 in der Realschule) konnte hier insbesondere die "Masse" der Schüler und Jugendlichen viel besser trainieren.
Für Mannschaftsspiele war die Halle damals aber aufgrund der nicht den Richtlinien entsprechenden Markierungen ungeeignet.
1979 schaffte die TuS Viersen 1 mit Angela Strohschein, Ulrike Lohe, Gerd Hoffmann, Klaus Strohschein, Klaus Bohnen und Gustav Reiners als erste Mannschaft Viersens den Aufstieg in die Landesliga.
Die 1. Mannschaft konnte (bis auf zwei Jahre in der Bezirksliga) dieser Klasse über Jahre halten. Durch Ausfälle, vor allem der jungen Spielerinnen und Spielern (Verletzung, Studium) konnte 2004 der Abstieg leider nicht verhindert werden. Auch der angestrebte Wiederaufstieg ist leider nicht geglückt, aber mit den spielerischen Leistungen und einem dieser Zeit guten 2. Platz in der Bezirksliga bleibt unsere 1. Mannschaft weiterhin Vorbild für unsere Jugend: 'Gleich kann ich nicht weitertrainieren, ich muss da drüben beim Spiel zuschauen, da kann man noch was lernen und sich Ziele stecken.' Das waren in etwa die Worte von Johannes Schimke (1.Jugend), mit denen er sich am 24.01.05 sicherlich nicht nur vor dem Training drücken wollte.
Die höchste Anzahl gemeldeter Mannschaften im TuS gab es übrigens im Jahr 1980. Der TuS meldete 5 Senioren-, 3 Jugend- und 2 Schülermannschaften.
Vorsitzender der Badmintonabteilung war bis 1992 Heinz Lohe. Klaus Strohschein, der sein Amt übernahm, wurde 2002 von Reinhard Müller abgelöst. Nach drei Jahren Amtszeit trat Reinhard jedoch zurück und Klaus Strohschein wurde erneut zum Abteilungsleiter gewählt.
Während in den achtziger Jahren die Spieler Gerd Hoffmann, Klaus Strohschein und Jörg Strohschein die Leistungsträger der ersten Mannschaft waren und zusammen über 20 Stadtmeistertitel im Einzel, Doppel und Mixed erzielten, traten in den "Neunzigern" vor allem die zwei herausragenden Spieler Michael Eickelberg und Jürgen Kehl in diese Fußstapfen.
Aufgebaut aus der eigenen Schüler- und Jugendarbeit wurden sie die Nummer 1 der Landesligamannschaft und spielten die Stadtmeisterschaften in der A-Klasse unter sich aus. Auch die Spieler und Spielerinnen der anderen Mannschaften zeigten beachtliche Erfolge: 1993 beispielsweise holte sich der TuS bei den Senioren 11 von 12 möglichen Stadtmeistertiteln, ein überragender Erfolg. Die zu dieser Zeit gemeldeten Mannschaften spielten von der Kreisklasse über die Kreis- und Bezirksliga bis zur Landesliga.
Im Jahre 1996 fand ein erneuter Umzug statt; die neue Halle im Rahser wurde vom TuS bezogen und wurde die Haupthalle für den Senioren- und Jugendbereich. Unsere Mannschaftsspiele werden seitdem dort ausgetragen und bis 2003 fanden dort die Stadtmeisterschaften statt. Seit 2004 ist die Sporthalle Löh Austragungsort der Stadtmeisterschaften, da für die große Anzahl von Teilnehmern eine größere Halle benötigt wurde.
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